Cheyenne - This Must Be the Place (2011)
This Must Be the Place

Cheyenne - This Must Be the Place

Rezensionen des Filmes

Quelle: Filme Ring
Als einer der wohl wandelbarsten und facettenreichsten Hollywood-Schauspieler unserer Zeit überrascht Sean Penn, der unter anderem für Filme wie Das Versprechen (2001) mit Jack Nicholson und Mickey Rourke oder Into the Wild (2007) Regie führte, immer wieder mit mitreißenden Charakterdarstellungen. Schon im 2003 erschienen Ich bin Sam konnte Penn in der Rolle des zurückgebliebenen Sam, der um das Sorgerecht seiner Tochter kämpft, überzeugen. Auch in Mystic River (2004) und Milk (2008) brillierte er mit anspruchsvollen Darstellungen, für die er jeweils mit dem Oscar als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. In der Mischung aus Drama und Komödie Cheyenne – This Must Be the Place mimt Penn nun die für ihn maßgeschneidert wirkende Titelrolle des wehmütigen und extravaganten Rockstars, der seine besten Jahre längst hinter sich zu haben scheint. Es ist der erste englischsprachige Film mit Hollywood-Besetzung des italienischen Regisseurs Paolo Sorrentino, der  mit dem Vorgänger Il Divo (2008) erstmals internationales Aufsehen erregte, so erhielt er bei den Internationalen  Filmfestspielen in Cannes den Jurypreis. Der ins Alter gekommene Cheyenne (Sean Penn) feierte in den 1980er Jahren als amerikanischer Rockstar mit der Band „Fellows“ den Höhepunkt seiner Karriere, lebt mittlerweile aber zurückgezogen im ruhigen Dublin. Dort vertreibt sich Cheyenne das Leben, dessen er müde geworden zu sein scheint, zusammen mit seiner Frau Jane (Frances McDormand) mit Squash im leeren Pool des Anwesens oder aber mit seiner viel jüngeren, guten Freundin und Gothic-Anhängerin Mary (Eve Hewson). Als Cheyenne jedoch vom bevorstehenden Tod seines Vaters, mit dem er Jahrzehnte lang kein Wort gewechselt hat, hört, rafft er sich auf und macht sich schließlich auf den Weg nach New York zu diesem, aufgrund seiner Flugangst muss er allerdings die Fähre nehmen. So schafft er es nur noch zur Beerdigung des jüdischen Vaters, erfährt aber von seinem letzten Lebensziel, den einstigen Naziverbrecher Alois Lange (Heinz Lieven), der ihn damals während seiner Zeit in Ausschwitz gedemütigt hatte, zu finden und sich an diesem zu rächen. Nun macht es sich Cheyenne zur Mission, den Plan seines Vaters fortzuführen und begibt sich zusammen mit einem alten Freund seines Vaters (Judd Hirsch) auf eine wunderliche, aber auch eindrucksvolle Reise quer durch die USA.   [mehr..]
Veröffentlicht: 05.01.2012
Quelle: filmstarts.de
Der italienische Regisseur Paolo Sorrentino („Il Divo") ist ein Spezialist für den filmischen Ausdruck von Wehmut. Immer wieder findet er erlesene Bilder von tiefer und bleischwerer Traurigkeit. Er erzählt in seinen bitteren Balladen von Männern... [mehr..]
Veröffentlicht: 15.10.2011
8/10
 
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